Lev Khesin

 

Lev Khesin 2014

„Beim Auftragen jeder neuen Farbschicht, vom ersten Schritt an, versuche ich alles andere, was man sich durch den Kopf so gehen lässt, auszusetzen und nur auf diese eine Handlung zu konzentrieren. Alle Gedanken und Gefühle versuche ich, zu einem einzigen Gedanken und einem einzigen Gefühl zu machen und damit dann den jeweiligen Arbeitsabschnitt zu begleiten. Wie bei der Kunst des Bogenschießens oder anderen Zen-Ritualen ist es eine Art Übung zur kontrollierten Geistesgegenwart und somit eigentlich Meditation. Jeder Schritt beim Malen ist für mich eine vollzogene Meditation darüber. Und das Bild ist dann ein Beleg dafür.“

Artist statement 2008
Ich will Farbe und Material gegen die Sprache als ein System von Begriffen ausspielen.

Bei meinen Experimenten verzichte ich auf Formen, die durch Assoziation mit den vertrauten Begriffen interpretiert werden können. Ich suche nach Möglichkeiten etwas zu sehen, ohne von Namen blockiert zu werden, die Gegenständen und Phänomenen zugeordnet werden. Ein Wahrnehmen, das nur aus Farbensehen und Tastgefühl besteht. Für mich haben das Robert Ryman mit: „The basic problem is what to do with paint“; und Herbert Marshall McLuhan mit: „The medium is the message“ aussagekräftig formuliert…

…Ich experimentiere mit Silikon, das einzigartig durch seine Lichtdurchlässigkeit, seine Variabilität der Schichtdicke, das Flüssigkeitsstadium, seinen Glanz und die haptischen Eigenschaften ist. Diese Eigenschaften beeinflusse und verändere ich durch verschiedene Zusatzmittel und die Zusammen- oder Wechselwirkung mit verschieden Formaten, Untergründen, Trägern, Werkzeugen und Methoden.
Silikon birgt die Brechung und Reflektion des realen Lichtes sowie eine Verfärbung in den halbtransparenten Schichten in sich. Die Ambivalenz des Materiales, die sich z.B. in der Wechselwirkung von ebener Oberfläche und gleichzeitiger Tiefe oder in der organischen Wärme der Arbeiten einerseits und der gummiartigen, chemischen Kälte des Materials zeigt, ist mir von höchster Wichtigkeit…

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CV

* 1981 in Pensa, Russland, lebt und arbeitet in Berlin seit 1999

1997 – 1999 Kunststudium an der Kunstpädagogischen Fachhochschule „Savitski“ in Pensa
2002 – 2007 Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste, Berlin 
Klasse Prof. Frank Badur

2005 Studium an der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, PA, USA

2008 Meisterschüler der UdK Berlin

2009 Arbeitsaufenthalt in Studio Kura, Fukuoka, Japan

 

Einzel- und Doppelausstellungen / Solo and Two Artist Exhibitions:

2017 one artist show, art KARLSRUHE, SMUDAJESCHECK, München 

2014 „permutation“, SMUDAJESCHECK GALERIE, Ulm

2013 „Aquacone / liquid boundaries“, Till Richter Museum, Schloss Buggenhagen
. . . . .“Klärt sich das Wasser, werden Fische sichtbar“, Kunstverein Bamberg &
. . . . .Evelyn Drewes | Galerie, Hamburg

2012 „Stoffwechsel“, Galerie im Rathaus Tempelhof, Berlin
. . . . .“Holy Hologram“, LAKEMÄKER / Johannes Zielke, Berlin
. . . . .“Oxymora“, SMUDAJESCHECK GALERIE, Ulm
. . . . .“MATCH / Piet Tyutel, Lev Khesin“, Nouvelles Images, Den Haag, NL
. . . . .“Elastic Pinioning“, Java Haus, Hamburg

2011 „Chromofobia“, SMUDAJESCHECK GALERIE, Ulm

2010 „Onomatopoeia“, LÄKEMÄKER / Johannes Zielke, Berlin
. . . . . Vattenfall Lobby, Hauptbahnhof, Berlin

2009 „Atmospheres“, LÄKEMÄKER / Johannes Zielke, Berlin (Katalog)
. . . . . „Zeitwörter“, Instutute of Art Function, Fukuoka, Japan
. . . . . „The Basic Problem“, vondöring contemporary, Schwäbisch Hall

2008 „Meta-Tags“, Stella Art Foundation, Moskau
. . . . . „Kunststoff“, Galerie Hans Tepe, Damme

2007 Galerie Kollaborativ, Berlin
. . . . . LÄKEMÄKER / Johannes Zielke, Berlin

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) / Selected Group Exhibitions:

2015 art KARLSRUHE mit SMUDAJESCHECK, ULM

2014 art KARLSRUHE mit SMUDAJESCHECK, ULM

2013 „Duett“, LÄKEMÄKER / Johannes Zielke, Berlin
. . . . .“Preview“ Art fair, Berlin / Galerien: LÄKEMÄKER / SMUDAJESCHECK

2012 „LAYERS – Gabriele Evertz, Lev Khesin, and Julia Steiner“, Sonja Roesch, Houston, TX, USA
. . . . .“Retraho“, Betahaus, Berlin
. . . . .“Dripping Color Amazement“, oqbo, Berlin
. . . . .“Preview“ Art fair, Berlin / Galerien: LÄKEMÄKER / SMUDAJESCHECK

2011 „Deux générations, deux visions“, Château de Saint-Auvent, Frankreich
. . . . .“Preview“ Art fair, Berlin / Galerien: LÄKEMÄKER / SMUDAJESCHECK
. . . . .“Winterausstellung“, Galerie Irrgang, Leipzig

2010 „Kunst 10 Zürich“ Art fair / Galerie: vondöring contemporary
. . . . .“ZEITges(ch)ehen“, Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis 2010
. . . . .“matchbox“, Lev Khesin, Xuan Wang, Robert Orchardson, Mikolaj Polinski,
. . . . .vondöring contemporary, Schwäbisch Hall

2009 „KunstKompakt 6“, Gladbeck
. . . . . „Hello World“, Ito Folk Art Museum, Fukuoka, Japan
. . . . . „Kunst 09 Zürich“ Art fair / Galerie: vondöring contemporary
. . . . . Mediacity, Leipzig

2008 „Qui Vive?“ 1. Internationale Biennale für Junge Kunst, Moskau
. . . . . „SOMMER“, LÄKEMÄKER / Johannes Zielke, Berlin
. . . . . „Intuitive Kalligrafie“, Togliatti, Russland
. . . . . „Small“, Marat Guelman Gallery, Moskau
. . . . . „News“, Galerie Hans Tepe, Damme
. . . . . „Eb Dietzsch Kunstpreis für Malerei“, Geraer Bank, Gera

2007 „MULTIPLES/VIELFACHES“, Cité des arts, Chambery, Frankreich
. . . . . „mention“, Berlin
. . . . . „KUBOshow“, Herne

2006 „Ausser Haus“, Berlin

2005 THE FRAME Gallery, Pittsburgh, PA, USA
. . . . . „PAINTTHINGS“, Ellis Gallery, Pittsburgh, PA, USA

Stipendien und Preise

2005 NICA Stipendium an der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, PA, USA